Idee: Einen Ideenwettbewerb organisieren, der Ideen wirklich will
Von "Ideenwettbewerb 30 Jahre Aichfeldbus"
Zum Projekt

Der vorliegende Ideenwettbewerb enthält Teilnahmebedingungen, die dem erklärten Ziel – möglichst viele gute Ideen zu sammeln – aktiv entgegenwirken. Eine sinnvolle Idee für den Aichfeldbus wäre daher: diesen Wettbewerb selbst als Vorlage zu nehmen und ihn beim nächsten Mal besser zu gestalten.
Vier konkrete Verbesserungen:
1. Faire Nutzungsrechte Die aktuellen Bedingungen verlangen eine zeitlich unbegrenzte und ausschließliche Abtretung aller Nutzungsrechte – ohne garantierte Gegenleistung. Wer eine wertvolle Idee hat, wird sie unter diesen Bedingungen nicht einreichen. Ein fairer Wettbewerb beschränkt sich auf ein einfaches, nicht-exklusives Nutzungsrecht zur Präsentation und Dokumentation – und lässt den Urhebern das Recht an ihrer eigenen Idee.
2. Keine künstliche Ideenknappheit Die Beschränkung auf drei Ideen pro Person ist für einen Ideenwettbewerb kontraproduktiv. Kreativität lässt sich nicht rationieren. Wer fünf gute Ideen hat, soll alle fünf einreichen dürfen – der Veranstalter profitiert davon, nicht umgekehrt.
3. Transparente Spielregeln statt versteckter Filter Eingereichte Ideen durchlaufen offenbar eine Vorabprüfung, die in den Teilnahmebedingungen mit keinem Wort erwähnt wird. Man weiss weder, nach welchen Kriterien gefiltert wird, noch wer entscheidet – und ob abgelehnte Ideen trotzdem unter die Rechteabtretung fallen. Ein seriöser Wettbewerb legt solche Mechanismen offen.
4. Symmetrie statt Asymmetrie Der Veranstalter schliesst jede Haftung für Urheberrechtsverletzungen aus, übernimmt aber gleichzeitig unbegrenzte Nutzungsrechte. Das ist unausgewogen. Klare, symmetrische Regeln schaffen mehr Vertrauen – und mehr Einreichungen.
Kurz gesagt: Ein Ideenwettbewerb, der Teilnehmende durch seine eigenen Bedingungen abschreckt, verschenkt sein Potenzial. Die beste Idee für diesen Wettbewerb ist vielleicht, den nächsten besser zu machen.
