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Bikeline die Verbindung im Murtal für alle die Mit Rad egal ob Freizeit oder zur Arbeit unterwegs sind

Von "Ideenwettbewerb 30 Jahre Aichfeldbus"

Zum Projekt

Aichfeldbus + Fahrrad: Bestehende Radinfrastruktur besser vernetzen

Ausgangslage

Im Aichfeld und im Murtal gibt es bereits viele attraktive Angebote für Radfahrerinnen und Radfahrer. Dazu zählen Alltagsradwege, Freizeitstrecken, MTB-Trails, Wander- und Tourismusziele sowie wichtige Verkehrsknoten wie Bahnhöfe und Ortszentren. Viele dieser Angebote bestehen jedoch nebeneinander und sind nicht immer einfach miteinander verbunden.

Besonders ohne eigenes Auto ist es oft schwierig, Ausgangspunkte von Radtouren, Trails, Wanderzielen oder Freizeitangeboten flexibel zu erreichen. Auch für Jugendliche, ältere Menschen, Gäste und Personen ohne eigenes Fahrzeug fehlt häufig eine einfache Lösung für die sogenannte „letzte Meile".

Das Projekt Aichfeldbus + Fahrrad setzt genau hier an.

Projektidee

Die bestehenden Regionalbusse im Aichfeld sollen mit Fahrradträgern ausgestattet werden. Dadurch können Bus und Fahrrad gemeinsam genutzt werden, um bestehende Radinfrastrukturen und Mobilitätsangebote besser miteinander zu vernetzen.

Der Bus übernimmt dabei die längeren Strecken zwischen den Orten. Das Fahrrad dient für die flexible Weiterfahrt vor Ort, für den Weg zur Arbeit, für Freizeitwege oder für touristische Routen.

Ziel ist nicht, eine völlig neue Infrastruktur zu schaffen, sondern vorhandene Angebote besser nutzbar zu machen.

Kern des Konzepts

Der Aichfeldbus wird zum verbindenden Element zwischen:

  • bestehenden Radwegen
  • MTB-Trails
  • Alltagsradrouten
  • Freizeitstrecken
  • Bahnhöfen
  • Ortszentren
  • Wander- und Tourismuszielen
  • regionalen Ausflugszielen

Dadurch entsteht ein einfaches, flexibles und nachhaltiges Mobilitätsangebot für Alltag, Freizeit und Tourismus.

Geplante Umsetzung

Regionalbusse werden mit Fahrradträgern ausgestattet. Besonders geeignet wären Heckträger, bei denen mehrere Fahrräder sicher und platzsparend vertikal am Heck des Busses transportiert werden können.

Die Fahrradmitnahme soll gezielt dort angeboten werden, wo sie sinnvoll ist und den regulären Betrieb nicht stört.

Vorgeschlagen wird:

  • Fahrradträger für etwa 4 bis 6 Fahrräder pro Bus
  • Fahrradmitnahme vor allem am Nachmittag
  • Fahrradmitnahme an Wochenenden und Feiertagen
  • Fahrradmitnahme in Ferienzeiten
  • keine Fahrradmitnahme während des priorisierten Schülerverkehrs
  • Start als Pilotprojekt auf ausgewählten Linien

Als mögliche Pilotverbindungen bieten sich Linien zwischen wichtigen Orten und Freizeitbereichen an, zum Beispiel:

Judenburg – Obdach – Hohentauern

Judenburg – Schmelz – Seckau – Kobenz – Knittelfeld

Die konkrete Linienführung müsste gemeinsam mit Verkehrsverbund, Gemeinden und Tourismus abgestimmt werden.

Warum keine Fahrradmitnahme im Schülerverkehr?

Ein wichtiger Bestandteil des Konzepts ist die klare zeitliche Steuerung.

In der Früh und zu Mittag haben Schülerinnen und Schüler Vorrang. In diesen Zeiten sind viele Busse stark ausgelastet. Deshalb soll die Fahrradmitnahme in diesen Zeitfenstern nicht angeboten werden.

Mögliche Ausschlusszeiten wären zum Beispiel:

  • ca. 6:30 bis 8:00 Uhr
  • ca. 12:00 bis 14:00 Uhr

Dadurch bleibt der Schülerverkehr zuverlässig, sicher und gut planbar.

Die Fahrradmitnahme wird stattdessen auf jene Zeiten konzentriert, in denen zusätzliche Kapazitäten vorhanden sind und Freizeit- beziehungsweise Tourismusmobilität besonders gefragt ist.

Nutzen für die Region

1. Bessere Verbindung bestehender Angebote

Viele Radwege, Trails, Bahnhöfe, Ortszentren und Freizeitziele sind bereits vorhanden. Durch den Aichfeldbus mit Fahrradträgern werden diese Angebote besser miteinander verbunden.

Das erhöht den Nutzen der bestehenden Infrastruktur deutlich.

2. Weniger Autoverkehr

Wenn Menschen den Bus mit dem Fahrrad kombinieren können, müssen sie für Freizeitwege, Ausflüge oder Alltagsstrecken seltener das Auto verwenden.

Das reduziert Verkehr, Parkdruck und Emissionen.

3. Mehr Freiheit für Jugendliche

Jugendliche ohne eigenes Auto könnten Trails, Sportplätze, Treffpunkte oder Freizeitangebote einfacher erreichen. Dadurch werden sie unabhängiger von Eltern und sogenannten „Elterntaxis".

4. Neue Chancen für Tourismus und Freizeit

Durch die Kombination aus Bus und Fahrrad werden Einweg-Touren möglich. Gäste können zum Beispiel mit dem Bus zu einem Ausgangspunkt fahren und mit dem Fahrrad zurückfahren — oder umgekehrt.

Das schafft neue Möglichkeiten für:

  • Radtourismus
  • MTB-Angebote
  • Tagesausflüge
  • Wander- und Bike-Kombinationen
  • regionale Freizeitangebote

5. Praktische Alltagsmobilität

Auch im Alltag kann das System helfen. Wer mit dem Fahrrad zur Haltestelle fährt, den Bus nutzt und danach wieder mit dem Rad weiterfährt, erhält eine flexible Alternative zum Auto.

Besonders für kürzere Wege, Arbeitswege und Wege zwischen Ortszentren kann das attraktiv sein.

Mögliche Anwendungen

Das Projekt eignet sich für verschiedene Zielgruppen und Nutzungen:

  • Bus + Fahrrad für den Arbeitsweg
  • Bus + Fahrrad für Schul- und Ausbildungswege außerhalb der Stoßzeiten
  • Einweg-Touren zu Freizeit- und Ausflugszielen
  • bessere Erreichbarkeit von MTB-Trails und Radwegen
  • Anbindung von Wander- und Tourismuszielen
  • flexible Mobilität für Jugendliche
  • klimafreundliche Mobilität für Gäste und Einheimische

Vorschlag für ein Pilotprojekt

Ein erster Testbetrieb könnte auf ausgewählten Linien starten. Sinnvoll wäre eine Umsetzung in der warmen Jahreszeit, etwa von Frühling bis Herbst.

Pilotphase

  • Zeitraum: April/Mai bis Oktober
  • Betrieb: vor allem an Wochenenden, Feiertagen und in Ferienzeiten
  • zusätzlich: ausgewählte Nachmittagskurse
  • keine Fahrradmitnahme während der Schülerverkehrszeiten
  • Ausstattung einzelner Busse mit vertikalen Heck-Fahrradträgern
  • Bewerbung über Gemeinden, Tourismus, Schulen, Vereine und Verkehrsverbund

Nach der Pilotphase sollte ausgewertet werden:

  • Wie oft wurde das Angebot genutzt?
  • Welche Linien waren besonders geeignet?
  • Gab es Konflikte im Betrieb?
  • Welche Zielgruppen haben das Angebot genutzt?
  • Soll das Angebot erweitert werden?

Ziel des Projekts

Ziel ist ein Aichfeld, in dem Bus und Fahrrad selbstverständlich zusammenfunktionieren.

Der Aichfeldbus soll nicht nur ein Verkehrsmittel sein, sondern ein verbindendes Element zwischen bestehenden Radwegen, Freizeitangeboten, Bahnhöfen, Ortszentren und Tourismuszielen.

So entsteht eine Mobilität, die nachhaltig, praktisch und nah an den Menschen ist.

Kommentare(1)

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Zuletzt Kommentare wurden geladen.
Lieber Roman Gruber! Vielen Dank für deine tolle Idee, die ausführliche Beschreibung und die Bilder um sich das ganze auch gut vorstellen zu können! Liebe Grüße Katharina
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